Änderung in Google-Adwords: Höhere Anzeigenpreise?

Bei Google-Adwords bestimmt ein Werbetreibender Schlüsselbegriffe / Keywords für die er werben möchte. Treten diese auf den Google-Suchergebnisseiten (SERPs) bzw. auf Drittseiten mittels Google-Adsense - wie bei Blogs - auf, erscheint die Anzeige des Werbenden in der Rangfolge ermittelt aus Klickrate auf die Anzeige und den Höchstpreis, den er für einen Klick auf die Anzeige zu zahlen bereit ist.

Damit erreicht Google für sich und die Inhaber der Drittseiten möglichst hohe Werbeeinnahmen. Google hat laut Computerwoche seine Strategie bezüglich der Klickrate geändert. Die Klickraten-Untergrenze wurde sowohl gesenkt, als auch den Werbetreibenden die Möglichkeit eingeräumt, die Schlüsselbegriffe / Keywords nach Deaktivierung durch Google selbst wieder zu aktivieren.

Das führt dazu, dass mehr Anzeigen für einen Schlüsselbegriff / Keyword vorhanden sind. Die Computerwoche berichtet, dass dadurch die Anzeigenpreise für Werbetreibende signifikant gestiegen sind.

Das ist auf der einen Seite damit zu begründen, dass die Einblendung der Adwords-Anzeige meist nur auf den vorderen Positionen für den Werbenden Sinn macht. Obere Positionen bedeuten auf den Google-Suchergebnisseiten eine Anzeige möglichst weit oben auf der ersten Seite und bei Adsense-Drittseiten werden im Durchschnitt zumeist sowieso nur 4 Google-Adwords-Anzeigen eingeblendet.

Wenn mehr Anzeigen vorhanden sind, kämpfen natürlich auch mehr um diese vorderen Plätze.

Diese Schlussfolgerung lässt aber auch der anderen Seite außer acht, dass sich die Postion nicht nur nach dem gebotenen Klickpreis für die Anzeige, sondern wesentlich mit nach der Klickrate auf die Adwords-Anzeige richtet.

Dass bedeutet, dass es für Google natürlich keinen Sinn macht, eine Anzeige mit einem sehr hohen Klickpreis oben einzublenden, wenn auf diese - auf Grund der Formulierung oder des Werbenden … - nicht angeklickt wird.

Für die Betreiber von Webseiten, wo die Google-Werbung über Adsense eingeblendet wird wäre dies natürlich auf den ersten Blick vorteilhaft: Mit höheren Anzeigenpreise nehmen diese mehr Geld ein.

Auf der anderen Seite kann es natürlich sein, dass bei gleichbleibenden Budget und höheren Klickpreisen weniger Adsense-Einblendungen erscheinen und somit Adwords-Anzeigen mit geringeren Klickpreisen nach oben aufschließen.

Fazit:

Ob es durch die Änderung der Klickraten-Untergrenze bei Google-Adwords wirklich zu einem dauerhaft zu beobachtenden Preisanstieg kommt und damit Werbetreibende mehr Geld bezahlen müssen, wird sich erst in Zukunft zeigen.

Eine Chance für Werbetreibende ist es in der Hinsicht, dass auch ausgefallene Anzeigen mit geringen Klickraten eine Möglichkeit erhalten können.

Abgelegt unter: Unternehmen, WebWork     24. August 2005 20:33

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