Bahn-Fahrpreise: Vergleich mit variablen oder gesamten Autokosten?

Die Deutsche Bahn AG will wieder mal ihre Preise erhöhen. Für eine intensive Bahnbenutzung vieler Menschen sind diese aber schon seit sehr langer Zeit viel zu hoch.

Warum?

Der durchschnittliche mobile Mensch, den die Bahn auch erreichen will hat irgendwie ein Auto - es gibt auch viele ohne Auto, ich möchte mich für diese Betrachtung mal auf die mit Auto beschränken.

Wird dieser Autofahrer zum Bahnfahrer? Ist die Deutsche Bahn da günstig genug?

Die Bahn sagt ja. Die Kosten pro Kilometer Bahnfahrt sind geringer als die pro Kilometer Autofahrt. Toll, und wie rechnet die Bahn das?

Na klar: Die Kosten für den Fahrschein wird ins Verhältnis zu allen Kosten des Autos gesetzt. Da wären z. B.: Steuern, Versicherung, Wartung / Durchsicht, Reparatur, Wertverlust, Verschleißteile wie Reifen und Bremsen, Motoröl und natürlich das Benzin / der Diesel.

Und wie rechnet der Autobesitzer wenn er überlegt mit der Bahn zu fahren? Er schaut was er an Benzin / Diesel verbraucht und vergleicht das mit dem Geld, was er für die Bahnfahrkarte bezahlen muss.

Ist das falsch?

Es ist nicht falsch, weil er das Auto sowieso besitzt und die fixen Kosten: Steuern, Versicherung (außer Kilometerbegrenzungen etc.), je nach Jahreskilometer auch Wartung / Durchsicht und Wertverlust des Autos immer anfallen.

Für den Autofahrer zählen in dem Moment der Entscheidung für oder gegen ein Bahnticket vor allem die konkreten Kosten, die mit der Fahrt anfallen: Benzin und Diesel. Zumeist rechnet man noch einen Schnaps für Reifen-, Bremsen- und allgemeine Abnutzung drauf.

Dabei fahren in einem Auto im Durchschnitt auch mehr als eine Person.

Und das soll so stimmen?

Ich glaube schon, wie man nicht zuletzt an dem Erfolg der Billig-Bahnfahrtickets im Rahmen von Sommer- / Herbst-(etc.)Aktionen und dem reißenden Absatz von Bahntickets bei Lidl sehen konnte.

Fazit:

Rechnet sich das Bahnfahren auch für Autofahrer, werden die Fahrgastzahlen rasch steigen, die Auslastung sich auch ohne komplizierte Flug-Bahn-Vorbuchungen verbessern und das Geld nur so in die Kassen der Deutschen Bahn AG fließen.

Wir sparen alle Steuergelder und die Umwelt freut sich.

Links:

Bahn hebt Fahrpreise um rund 2,9 Prozent an und führt preiswerte Jugend-BahnCard ein

Audio - O-Töne: Preismaßnahmen im DB-Personenverkehr

Google-News: Bahn

Abgelegt unter: Nachgerechnet, Unternehmen     24. August 2005 23:59

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