Dieter Bohlen meine Freunde: Bild-Zeitung und RTL
Ich hatte vor einiger Zeit schon mal etwas zu Dieter Bohlen und seinen Freunden geschrieben - Dieter Bohlen und DSDS: Meine Freunde bei der Bild-Zeitung.
Heute lese ich folgende Worte zu Dieter Bohlen und seinen Freunden:
“Und dennoch kommt man nicht darum herum, sich zu fragen, wie kaputt eigentlich ein Mensch sein muß, der überhaupt nicht nachdenkt, bevor er die mediale Aufbereitung seines Schicksals einleitet; der nicht erst ein paar gute Freunde anruft, mit denen er die Sache bespricht. Was aber das allertraurigste ist: Genau das hat Bohlen wohl getan - vom Nachdenken einmal abgesehen. Die „Bild“-Zeitung und RTL: Das sind seine besten Freunde.”
Der Autor dieses Beitrags Harald Staun erinnert sich auch an Dieter Bohlens Auftritt bei Johannes B. Kerner:
“Und auch Bohlen selbst spricht gerne öffentlich von „seinen Freunden bei der ,Bild‘-Zeitung“, wie etwa im Januar bei „Johannes B. Kerner“”
Dieter Bohlen wird selbst der Bild-Zeitung zu lästig
Das ist wirklich Tragik pur: Die einzigen Freunde, die Dieter Bohlen - wahrscheinlich durch sein durch Ehrgeiz, Geiz und Böswilligkeit (”Nichts als die Wahrheit” und folgendes) - noch hat, haben natürlich kein menschliches, sondern nur ein sensationsgieriges, kommerzielles Interesse.
Und denen wird er - vielleicht auch mit den Versuchen doch etwas menschliche Wärme zu finden - mittlerweile wohl schon lästig:
“Wenn es jemals den Verdacht gegeben hat, daß das Wort „Freundschaft“ nur eine Metapher für eine enge professionelle Zusammenarbeit ist, dann dürfte sich dieser spätestens seit dem Überfall aufgelöst haben. Zumindest was Bohlen betrifft. Denn mittlerweile, so hört man immer wieder aus Kreisen der „Bild“, sind der Redaktion die Anrufe von Bohlen eher lästig. Und deshalb muß man ganz ernsthaft auch in dieser Sache an die moralische Verantwortung der Zeitung appellieren: Man darf Bohlen jetzt nicht fallenlassen! Es ist nicht auszudenken, was passiert, wenn ihm keiner mehr zuhört.”
Wobei ich denke, dass es besser für die Bild-Zeitung wäre, wenn sie ihm nicht mehr so viel zuhören würde. Es war schon mehr als peinlich diesen Dieter-Bohlen-ist-überfallen-worden und Meine-Freundin-nackt-gefesselt-Scheiß im Kiosk zu sehen.
Harald Staun kommt zum treffenden Schluss: “Die Inszenierung verläuft bei Bohlen umgekehrt: Er täuscht den Privatmenschen nur vor. Man kann ihm nicht vorwerfen, nur eine Rolle zu spielen. Man kann ihm nur vorwerfen, er selbst zu sein.”
Dieter Bohlen hat alles erreicht, was er immer haben wollte. Das hat er, ganz viel - und offenbar nur das: Geld.
Abgelegt unter: Gelernt, Gelesen 17. December 2006 11:45
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