Georg Schramm verlässt Scheibenwischer
Der Kabarettist Georg Schramm, der Grund warum mir auch nicht so gute Ausgaben der Kabarettsendung Scheibenwischer gefallen, verlässt jetzt das - nach dem Ausscheiden von Dieter Hildebrandt - Dreiergespann mit Bruno Jonas und Mathias Richling.
Ob Georg Schramm nun den Rentner Dombrowski und Oberstleutnant Sanftleben gegeben hat, war mir eigentlich ganz egal. Er hat es geschafft Dinge auf den Punkt zu bringen, auch wenn diese eigentlich nicht kabarettistisch im eigentlichen Sinne waren.
So hat er seine Aussagen über die Wahrheiten nicht immer in Lustiges verpackt, sondern eher schon mal in Kantiges, Schroffes. Er bot zum Ende der Scheibenwischer-Sendungen etwas zum Mitnehmen, etwas Dauerhaftes an, was über das kurze Lachen und Amüsieren Bestand hatte und trotzdem seinen richtigen Platz im Kabarett hatte.
Der Grund seines Abschieds vom Scheibenwischer bleibt mir irgendwie verborgen. Die Erklärungen auf der Homepage des Scheibenwischers und Pressemitteilungen geben keinen Einblick darin.
Dort heißt es, dass Georg Schramms Vorstellungen für die konzeptionelle Gestaltung der Sendung bei der geplanten Verlängerung von 30 auf 45 Minuten nicht mit denen der Redaktion und der anderen beiden Kabarettisten, Bruno Jonas und Mathias Richling vereinbar seien. Das neue Konzept werde Mathias Richling, Bruno Jonas und den produzierenden Sendern Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und Bayerischer Rundfunk (BR) gemeinsam getragen.
Gut das sagt leider gar nichts über die genauen Gründe seines Abschieds aus, und er selbst möchte sich dazu nicht äußern (siehe Spiegel Online). Es deutet aber auf eins hin, dass der Mensch Georg Schramm den gespielten Figuren wohl nicht so unähnlich ist.
Georg Schramm wird zum letzten Mal in der nächsten Scheibenwischer-Sendung am 25. Mai auftreten. Ich bin gespannt, wie dieser Abschied verläuft und was er sich als Thema auswählt.
Ich werde Georg Schramm im Scheibenwischer schmerzlicht vermissen. Ich glaube, so eine große Bühne wird ihm nicht wieder geboten werden.
Anhang:
Die ARD über Georg Schramm: (Wird dort wohl bald nicht mehr zu lesen sein.)
“Vielleicht muss man erst Zeitsoldat mit dem Rang eines Leutnants werden oder sein Diplom als Psychologe in der Tasche haben, um auf so vortreffliche Weise Charaktere unserer Gesellschaft wiederspiegeln zu können, wie Georg Schramm dies tut.
Gleich sein erstes Soloprogramm “Solche Männer hat das Land” (1985) wurde mit einem Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Ende der 80ziger wechselte er dann auch die “Waffengattung” und wurde “Berufskabarettist”.
Seit 1994 sezieren seine Figuren, der verbitterte Ewiggestrige Rentner Dombrowski und der scharfzüngige menschenverachtende Oberleutnant Sanftleben in Uniform, das “männliche” Kleinbürgertum. Dabei sind dies keine billigen Karikaturen, sondern entlarvende Charakterstudien.
Sein größtes Kompliment bekam er in der Wiener Presse, die ihn “Deutschlands gemeinsten Kabarettisten” nannte. Georg Schramm wird auch im neuen “Scheibenwischer” den beiden Originalen wieder ihre “kleingeistigen und fiesen” Gedanken entlocken.
Homepage von Georg Schramm:
http://www.georg-schramm.de “
Abgelegt unter: Gelesen, Vermisst 24. April 2006 20:07
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28 Kommentare
Bernd | 3. May 2006 11:47
Scheibenwischer ohne Schramm ist wie die Suppe ohne Salz - kann man getrost vergessen. Jonas und Richling sind amüsant, Schramm hingegen brilliant.
Vermutlich werden die 45min jetzt so seicht wie das Programm der anderen beiden.
Darauf kann ich verzichten.
Karin Kramer | 3. May 2006 20:29
Das ist wirklich ein Verlust für den Scheibenwischer. Mir hat Schramm auch immer am Besten gefallen. Der brachte die Dinge wenigstens auf den Punkt und sagte was gesagt werden mußte und zwar so, dass es auch hängenblieb.
Gruß
Karin
André Fiebig | 4. May 2006 22:18
Besonders beeindruckt hatte mich, als Georg Schramm damals das Thema Apotheken und den Ausgleich für weniger Gewinn durch die Gesundheitsreform auf den Tisch gebracht hat.
Er öffnete in seiner deutlichen und derben Art den Leuten die Augen, was es doch für ein Wahnsinn ist, dass die Apotheken jetzt einen großen Teil des Geldes, was durch die Gesundheitsreform gespart wurde, wieder haben wollen.
Seine Analyse war so eindringlich, dass es einen richtig mitnahm. Ein paar Tage später verzichteten die Apotheker auf das Geld, was ihnen durch einen handwerklichen Fehler der SPD und der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt - wieder jeder Logik - zustehen sollte.
Ich hatte damals den Eindruck, dass er dazu beigetragen hat. (Würde mich auch nicht wundern, bei der Reichweite und der Tatsache, dass Politiker und auch Apotheken-Verbands-Fürsten es auch sehen und merken, wie ihr Schwachsinn in der Bevölkerung ankommt.)
Nachdem Dieter Hildebrandt vom Scheibenwischer in die Rente gegangen ist, war Georg Schramm der einzigste Anker, der wirkliche Aussagen brachte, die den Hintergrund in einem Anliegen hatten.
Die Verwandlungsfähigkeit von Mathias Richling sehe ich gerne und finde sie als Unterhaltungseinlage sehr gut.
Die Einlagen von Bruno Jonas im Zusammenspiel mit den Gast-Kabarettisten finde ich immer absolut fischig. Da weiß ich nie, was das jetzt soll und warum das jetzt passiert.
Ich finde, dass Bruno Jonas mehr eigenständige Beiträge bringen sollte, in denen er sich mal ein Profil gibt - das würde allerdings bedeuten, dass er ein zweiter Dieter Hildebrandt werden müsste. (Ob er das kann?)
Michael | 8. May 2006 00:08
Die Zeit weiß ein wenig mehr:
http://www.zeit.de/online/2006/17/schramm
André Fiebig | 10. May 2006 20:21
Danke für den Tipp!
Fred Neumann | 29. May 2006 02:10
Nun ist es passiert.
Georg Schramm ist einer der wenigen verbliebenen deutschen Kabarettisten, die noch beißen können, deren Pointen sitzen, und die zeigen, dass das Lachen durchaus auch mal steckenbleiben darf; die es zum einen nicht nötig haben, sich in Legionen von Parodien oder gar Verhöhnungen körperlicher Merkmale und Schwächen anderer zu ergehen,
zum anderen auch die allgemein üblichen abgelutschten Witzeleien mit garantiertem Quoten-Brüller über Berufsgruppen wie Beamte und Lehrer nicht brauchen.
Neben Pispers, Schmickler, Rether, Kittner, Polt, Pachl und einer Handvoll weiterer Engagierter ist er authentisch, auch beim Schmunzeln immer geradeaus, und hat mehr zu bieten als allseits gut abgewogene Rundumschläge gegen alle und keinen, die letztendlich keinem wehtun und folglich nicht wirklich Position beziehen lassen müssen.
Und er hat vor und auf der Bühne längst und allemal bessere Gesellschaft verdient. Nur den Hofnarren zu geben für das illustre Publikum und ein funktionierendes Rädchen im
letztlich systemimmanent gesponsorten Kunst- und Kanzler- Kulturbetrieb zu werden, würde ihm und dem, was er uns noch Neues Altes zu sagen hat, nicht gerecht.
Gut so! Bloß weg da und mit s e i n e n Mitteln weiter und vielleicht noch lauter auf die Pauke hauen. Die Kollegen Tucholski, Neuß und Beltz hätten - jeder auf seine Art - ihre Freude dran.
Weiter so, Herr Schramm! Sie halten auf Ihre Art mit Sicherheit viele in Wut und Bitterkeit Geratene aufrecht und lehren Andere, dass Lachen auch ganz anders sein, und dass dies Lachen befreien kann und mehr ist, als das übliche “Ablachen”.
Sie zeigen deutlich, was zu denken dem Volke alles möglich wäre, und zwar o h n e und eben g e g e n jegliche akademische Variante saudummen deutschen Stammtisch- populismus´.
Entlassen Sie die Lacher weiterhin nicht so schnell aus Ihrer Wortgewalt im besten Sinne und geben Sie uns weiterhin unbequeme Wahrheiten über den Zeitgeist mit auf den Weg!
Bleiben Sie so! Sie werden noch sehr gebraucht.
Fred Neumann
Gudrun | 6. June 2006 11:36
Schramm hat der Süddeutschen Zeitung am 24.05.2006 ein ausführliches Interview zu seinem Abschied vom “Scheibenwischer” gegeben, das mittlerweile auch auf seiner Webseite nachzulesen ist:
http://www.georg-schramm.de/html/interview_sz.html
——-
Matthias Richling hat Schramms Weggang in einem Interview nur sehr kurz kommentiert:
http://www.news.tele2internet.de/index.phtml/article/2247713?1149585638
teleschau: “Scheibenwischer”-Fans bedauern den Abgang von Georg Schramm. Sein Ausscheiden kam ziemlich unvermittelt. Er macht am 25. Mai die letzte Sendung und ist beim WM-Extra schon nicht mehr dabei. Sie, Jonas und Schramm hätten nach der künftigen Verlängerung von 30 auf 45 Minuten unterschiedliche “konzeptionelle Vorstellungen” gehabt, meldete die ARD. Was war wirklich der Grund?
Richling: Das müssen Sie Georg Schramm schon selber fragen. In der Demokratie wird immer abgestimmt. Vielleicht wollte er mehr Gäste, weniger Dialoge. Was dazu geführt hat, dass Schramm sagt: “Ich gehe ganz”, das werden wir wohl nie erfahren. Bei Platzek wusste man ja auch nicht, was er hatte, bevor er ging. Wir haben Georg nicht reingeredet. Vielleicht wollte er die Sendung in eine andere Richtung bringen, was uns betrifft, und sagte sich: Wenn ich das nicht schaffe, dann lasse ich es eben ganz. Dass er geht, ist ein Jammer. Georg Schramm ist eine Farbe, die man nicht ersetzen kann.
André Fiebig (Finanso.de) | 7. June 2006 00:11
Danke Gudrun!Das Interview mit der Süddeutschen Zeitung ist wirklich sehr gut.
bernd.baum | 15. July 2006 18:40
Lieber Georg,
Wer vielleicht in der Lage steckt, sich mehr und mehr über Kompromisse definieren zu müssen, der läuft Gefahr um genau dessen willen sich selbst irgendwann einmal kompromitiert zu sehen.
Deshalb Gratulation, lieber Georg zu dieser Entscheidung und Authentizität. Das muß dann auch nichts mit Prinzipienreiterei, Überzeugungswut oder verhafteten Idealismus zu schaffen haben; es kann einfach nur bedeuten, dass man das mittlerweile etablierte Puppentheater den Puppen [die mit den Bindfäden oben dran ;-:] überlässt. Da gibts ja jetzt auch mehr Zeit zum Üben!
auf ein baldiges Wiedersehen . . . in einem anderen Forum
bernd.baum
Albert | 22. September 2006 11:47
Hallo!
Politisches Kabarett, ich mag dies, auch die Scheibenwischer.
Wenn Georg Schramm geht, ist dies ein Verlust.
Glücklicherweise hat Schramm nun eigene Sendungen.
Hab’ eine davon gesehen. Großartig!
Solch einen Mann wünscht man sich als Politiker: Aufrecht, intelligent, sprachbegabt.
Ein Mann mit Niveau.
Meiner Stimme könnte er sicher sein !!!
gringonet | 15. November 2006 01:02
Wie? Was? georg Schramm mit eigener Sendung?
davon weiß ich nix.
Steht auch nicht auf seiner Website.
Scheibenwischer ohne Hildebrandt war nur mit Georg zu ertragen. ER ist der einzig würdige Nachfolger.
bruno ist zum Schwätzer geworden - und Matthias ist nicht immer genial.
Schosch-wir lieben Dich!!!
Rudolf | 11. December 2006 15:16
Scheibenwischer ohne Schramm wird man wohl bald vergessen können. Matthias Richling ist noch der einzige Grund warum ich die Sendung überhaupt noch sehe. Die Selbstdarstellung von Bruno Jonas geht mir schon lange auf den “Keks”.
christel | 21. January 2007 17:05
Seit Schramm nicht mehr im Scheibenwischer ist, spare ich mir diese Sendung, die ich sonst immer - zu Hildebrandts Zeiten und danach nur wegen Schramm - angesehen habe. Mich interessieren die Einschaltquoten nach seinem Ausscheiden. Zu Jonas und Richling ist alles gesagt.
Nun bin ich sehr gespannt auf die Sendung “Neues aus der Anstalt” im ZDF, hoffe, dass Schramm seine Genialität und Schärfe behalten hat und im ZDF durchhalten kann.
tagusa | 24. January 2007 21:49
Es war eine fulminante, grandiose Premiere. Und das im ZDF… Zeichen und Wunder! Ein längst überfälliger Gegenangriff auf die zahnlos gewordenen Jonasse, Richlings etc.. Georg Schramm, Urban Priol und alle anderen (Hildebrandt brillant wie nie) haben die Kasperles vom Scheibenwischer mit Verve und vollem Einsatz mal eben in die Tasche gesteckt, ach was, versenkt haben sie sie im Meer der Unbedeutendheit. Bravo bravissimo! Georg Schramm ist und bleibt der Größte. Wir hatten schon gedacht, wir würden ihn nicht wiedersehen. Und dann ist er plötzlich da, brennend relevant, wie die WELT mal getextet hat.
Nach so einem Fernsehereignis geht man doch ganz anders schlafen. Irgendwie zuversichtlicher, ja, glücklicher. Ist GS bewusst, was er so alles Positives bewirkt?
Karl Kroll | 6. March 2007 17:36
Ich bin sehr froh darüber, GS wieder auf dem Bildschirm zu sehen. Ganz verzweifelt habe ich mir erst einmal sein neues Programm auf DVD und CD gekauft, weil ich ob der Deprivation schon ganz verzweifelt war. Nun ist er wieder da, obendrein mit so hervorragenden Kollegen wie Pisper etc. Was soll ich sagen - ich bin glücklich! Den Scheibenwischer können sie sich in die Haare schmieren.
Gerold Bliedung | 27. April 2007 19:03
Nachdem D.Hildebrandt weg war,befürchtete ich,daß die Luft beim Scheibenwischer raus wäre.Dem war zum Glück Deiner Anwesenheit,lieber Georg,keinesfalls so!!! Ich beobachte den Scheibenwischer seit Deinem Weggang entsprechend kritisch,und leider muß ich sagen - jetzt ist die Luft vollkommen raus - absolut kein Biß mehr. Bruno kann man immer mehr vergessen und Mathias,parodistisch zwar immerwieder große Klasse,aber da kann ich mir auch seine DVDs holen. Für die Plattform eines Scheibenwischers ala Hild
ebrandt&Schramm reicht das bei WEITEM nicht. Dein Abgang ist nicht nur schmerzlich - er ist ein Aderlaß - Ende offen!!!
Helmut Schmieletzki | 7. June 2007 14:23
Georg Schramm ist neben Volker Pispers wohl einer der besten Politkabettisten. Von beiden habe ich die DVD’s und kann diese so brillant ausgeführten und formulierten Tatsachen immer wieder hören und meinen Freunden weiterempfehlen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Besitzer von TV und Printmedien ihre Macht mißbraucht haben und Herr Schramm gezwungen war die Scheibenwischer zu verlassen. Die Bezitzer von TV und Printmedien sind: 1. AOL Time Warner, 2. Viacom, 3. NBC Universal, 4. Bertelsmann und 5. Murdoch/News Corp.
Siehe auch “www.cjr.org” (i want media).
Und wer beaufsichtigt die 5? “Die Bilderberger”, die vor dem G(-Gipfel in Istanbul tagten, ohne Zaun und ohne große Propaganda.
Helmut Schmieletzki | 7. June 2007 14:26
Bitte meine Fehler wegen der Eile zu entschuldigen.
Jürgen Faust | 15. July 2007 21:43
Zum Xtenmal: Scheibenwischer ohne Hildebrandt war nur wegen GS noch Pflicht! Jetzt bleiben einem nur noch die gelegentlichen Auftritte in der Anstalt (Chapeau ZDF - genialer Coup!) Wer aber GS in Höchstform erleben will: “Thomas Bernhard hätte geschossen!” Auch wenn es abgedroschen klingt: der Höhepunkt seines genialen Schaffens überhaupt!
Birgit | 7. August 2007 16:59
Georg Schramm ist und bleibt einer der brillantesten Kaberattisten, die wir haben. Dass er den Schreibenwischer verließ, habe ich zwar anfangs bedauert, aber absolut nachvollziehen können, denn der SW mutierte inzwischen zum Hoftheater der Regierung. Aber um so besser ist nun sein Auftritt im ZDF aus der Anstalt. Ich verpasse keine Sendung, auch wenn die Sendezeit sehr spät ist. Die Dialoge sind nach wie vor spitzig, die Hintegründe gut recherchiert und genau die Kabarettkost, die man in dieser Gesellschaft braucht, um festzustellen, dass nicht jeder unter die Minimalquote der PISA-Studie fällt….
Bea Remmlinger | 19. October 2007 08:59
Georg Schramm for President:)
Hartmut Bethge | 19. November 2007 10:03
Georg Schramm wäre der einzige legitime Nachfolger von Dieter Hildebrandt gewesen. Die Eitelkeiten der beiden Hofschranzen Jonas und Riechling ließen das wohl nicht zu. Der Scheibenwischer, früher ein absolutes Muss, ist zur netten Unterhaltungssendung mutiert. Vor einiger Zeit saßen sie da, in einer Talkrunde, die drei Herren Jonas, Riechling und Rogler, schwarz gekleidet. Ihnen gegenüber saß Uwe Steimle, der Kabarettist und Schauspieler aus dem Osten, in einem bunten Hawaii-Hemd und kritisierte die gesellschaftlichen Verhältnisse der BRD. Die drei Herren fanden es lustig, wie der Ossi angezogen war, inhaltlich hatten sie nichts zu sagen. Ihr Auftritt war peinlich und armseelig. Georg Schramm tat gut daran den Scheibenwischer zu verlassen.
Gerold Bliedung | 23. November 2007 14:12
Obwohl ich schon einen Kommentar zu diesem Thema geschrieben habe, komme ich nicht umhin, einen zweiten hinzuzufügen, da mir der Beitrag von Hartmut Bethge aus der Seele spricht! Auch ich habe diese Talkrunde gesehen und war darüber nicht minder empört, als Herr Bethge. Wie sich die drei Herren da präsentiert haben, war nicht nur peinlich und armseelig, es war großkotzig und über alle Maßen überheblich!!! Dabei hielten sich Rogler und Richling noch einigermaßen zurück, Jonas hingegen zog voll vom Leder.
Der jetzige “Kopf” des Scheibenwischers - was hat er denn noch zu bieten??? Der Scheibenwischer hat mittlererweile unters Comedy-Niveau. Vom Politischen Kabarett ist man schon so weit weg, daß das, was da geboten wird, die absolute Schmerzgrenze schon lange überschritten hat. Nach seinem letzten Bruder Barnabas, den er ohne jeden Zweifel stark präsentierte, hat er wohl mit den “Großkopfernen” noch lange in der Runde gesessen und ist zahm geworden - oder haben da andere Sachen eine Rolle gespielt??? Ich frage mich echt, was das für Leute da unten im Publikum sind, die euphorisch Beifall klatschen. Da gibts absolut nichts mehr zum Klatschen. Da sitzt wahrlich das entsprechende Niveau zur obem gegebenen Darbietung!!! Die fahren doch nur noch auf Richlings Lacher ab. Politisches Kabarett würde die nie erreichen!!! Wie lange spielt Richling da noch mit? Mit ihm steht und fällt “dieser Scheibenwischer”. Wäre er nicht mehr von der Partie, dann würde das die ARD sofort “quittieren”. Als ich am 23.10 in Jena zu Hildebrandts “Nie wieder achtzig” war, wurde mir die Freude zuteil, mir selbiges Buch signieren zu lassen. Ich konnte mir nicht verkneifen, dem Dankeschön den Satz hinzuzufügen, nie wieder achtzig, Herr Hildebrandt, aber auch nie wieder Scheibenwischer ohne Hildebrandt und Schramm!!! Darauf er “aber nicht doch”. Doch doch, sagte ich. Aber der Schramm ist gut, kam postwendend zurück, haben sie ihn letztens gesehen? Selbstverstänlich, sagte ich! Mit dem müßten sie mal was zusammen machen, dann könnten sie dem Jonas mal so richtig die Möhre geben! Er lächelte verschmitzt aus den Augenwinkeln und ich verabschiedete mich mit den besten Wünschen für ihn.
Schuldt | 24. December 2007 15:00
Ich stelle mich hinter die vorherigen Kommentare.
Georg Schramm muß dem deutschen Sprachraum erhalten
bleiben.
Holger Schldt
Martin Danielzik | 24. December 2007 20:24
Ich hatte das grosse Vergnügen (und die Ehre) GS 2005 in Höchst persönlich “kennen”zulernen. Auch ohne Rolle, Verkleidung oder Pomade im Haar hat dieser MAnn eine Austrahlung die mich total fesselte. Er deutete an, dass er den SW verlassen wird. Die Zeit hat uns gezeigt, dass das richtig war. Bleib Du selbst. Mit der Dir gegebenen Intensität und Überzeugungskraft, mit der Du mich und Andere zum Weinen gebracht hast, hast Du mit Deinen ehemaligen Kollegen vom SW wirklich nichts zu tun.
Martin Danielzik
Markus Dörr | 30. December 2007 11:41
Varus, Varus (Deutschland, Deutschland),
gib mir meine Kaberettisten wieder.
Hans Pfahler | 30. December 2007 11:50
Wer die “Scheibenwischer-Gala” vom 29.12 gesehen hat, kann nur noch feststellen: “Unterstes Comedy-Niveau”. Diese Sendung war eine Beleidung und keine Gala für die Millionen von Zuschauer.
Lieber Dieter Hildebrandt, lieber Georg Schramm, wo seit Ihr geblieben?
Hans Pfahler
André Fiebig | 30. December 2007 23:07
Also Dieter Hildebrandt weis wohl wo er lieber hingeht - zu Georg Schramm in “Die Anstalt”. Da waren sie etwas vorher beide zu sehen.
Kommentare geschlossen.