Gestohlene Postleitzahlen oder das teure Postleitzahlenbuch
Eine Palette in einer Filiale der Deutschen Post AG, wo oben drauf fein ordentlich und glatt vier Postleitzahlenbücher liegen. In der Mitte ein rotes Schild auf dem der Preis 6,95 Euro steht.
Das Schild war an einem Metallstab in der Mitte der vier Postleitzahlenbücher befestigt. Ich wunderte mich, ob die alle an der Ecke wo sie aufeinander treffen um die Ecke beraubt wurden.
Aber nein es war nur eine Pappe mit einem Loch in der Mitte und dem Aufdruck eines Bildes von vier Postleitzahlenbüchern.
Warum?
Offenbar glaubt die Post, dass das Postleitzahlenbuch eine heiße Diebesware ist und von den Kunden im großem Stil geklaut wird. Denn CD-DVD-Rohlinge, teure - und wesentlich handlichere - Glückwunschkarten, Druckerpapier und vieles weitere lagen nicht als Bild, sondern als Original im Verkaufsraum.
Nun komme ich nicht auf die Idee, die Deutsche Post AG würde ihre Kunden diskriminieren und zu Dieben erklären.
Nein, man ist es eigentlich gewöhnt, dass solche Verzeichnisse, wie das Telefonbuch, die Gelben Seiten und eben auch das Postleitzahlenbuch (vor langer Zeit) kostenlos zum Mitnehmen ausliegen.
Und die Deutsche Post AG will wohl sicherstellen, dass ihre Postkunden nicht das rote Preisschild übersehen und bietet im vom Kunden belagerten, unsicheren Verkaufsraum nur Postleitzahlenbuch-Bilder an.
Das echte Postleitzahlenbuch nur auf Nachfrage, unverbindlich informieren nicht möglich.
Nun stell sich das mal einer bei den tausenden Produkten, mit einem Wert ab 6,95 Euro in einem Supermarkt, Elektronikmarkt, Modehaus etc. vor … Das schafft Arbeitsplätze (liebe Politiker).
Von der Deutschen Post AG lernen, heißt Siegen lernen.
P.S.: Die Postleitzahlen gibt es online auch kostenlos - siehe: Postleitzahlenbuch oder kostenlos?
Abgelegt unter: Kundenservice, Unternehmen 17. October 2005 21:54
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3 Kommentare
Paul | 18. October 2005 13:00
Was denn, für das Postleitzahlenbuch muss man bezahlen? Dann würde ich mir auch eins stehlen.
Jan | 19. October 2005 17:48
ich auch. schön auch “unverbindlich informieren nicht möglich”. haha. stimmt, man muss sicher sofort eins kaufen, wenn man sich informieren will. zB ob das denn auch wieder auf gelbem papier bedruckt ist, oder was?
aber hauptsache aufregen. und jetzt noch bitte über die bahn, wie sehr die sich immer verspätet. bitte!
André Fiebig | 19. October 2005 18:13
Wie die Bahn kommt zu spät?
Ich hätte es mir mal gern angeschaut, weil es ja neben den Postleitzahlen, die man wie gesagt im Internet aus kostenlos kriegt, noch ein paar andere - auf den Werbeflyern groß herausgestellte - Vorteile / Kaufargumente gibt: http://www.finanso.de/blog/postleitzahlenbuch-oder-kostenlos/
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