Giftiges Spielzeug zur Gewinnsteigerung: Mattel, Fisher Price, Barbie

Mattel hatte in letzter Zeit zweimal giftiges Spielzeug mit Blei aus China zurückgerufen. Jetzt geht es in die dritte Runde.

Mattel ruft wieder giftiges Spielzeug aus chinesischer Produktion zurück. Diesmal wieder Barbie, Fisher Price und dazu noch Geotrax aus China: 848000 Produkte die selbst oder die Accessoires mit bleihaltiger Farbe gestrichen sind werden zurückgerufen.

Insgesamt werden mittlerweile 21 Millionen Spielzeuge von Mattel wegen Blei in der Farbe oder verschluckbaren, sich ablösenden Kleinteilen zurückgerufen.

FTD: “Konzernchef Robert Eckert schloss weitere Aktionen nicht aus: “Man kann nie sagen es wird keine Rückrufe mehr geben”, sagte er gestern.”

“Die Spielwarenkonzerne haben angemessene Kontrollen in China lange Zeit gescheut, um Kosten zu sparen. Alarmiert durch erste Mängel, bringen Tests jetzt serienweise giftige oder auf andere Weise gefährliche Produkte ans Licht.”

Das bedeutet für mich, es wurde lange Zeit nicht auf Gift im Spielzeug untersucht, um Kosten zu sparen und damit die Gewinne zu steigern.

Neben Mattel / Fisher Price ebenfalls betroffen von Gift im Spielzeug u.ä. Hasbro, RC2, und die Handelskette Toys`r`us.

“… die Aufnahme von Blei kann zu Gehirnschäden, Lernproblemen und verlangsamten Wachstum führen.” Und was sagt Konzernchef Robert Eckert? Es seien bisher keine Schäden durch das giftige Mattel-Spielzeug - das zurückgerufene - bekannt geworden.

Wie will er das denn wissen, ob durch Blei-vergiftetes Mattel-Spielzeug Gehirnschäden und vor allem Lernprobleme und verlangsamtes Wachstum aufgetreten ist oder auftreten wird?

Und wie sieht das mit altem, mittlerweile nicht mehr vertriebenen Mattel-Produkten aus? Wie viel Blei, Gift und sonstige Gefahren lauern in den Mattel-Produkten, die schon lange verkauft und mittlerweile nicht mehr im Angebot sind? Werden diese nicht mehr im Handel befindlichen Mattel-Spielzeuge auch auf Blei und andere Giftstoffe untersucht? Ich glaube kaum.

Und um was machen sich die Analysten Sorgen: Da rund zwei Drittel der Jahresumsätze von Mattel und seinen Konkurrenten im Weihnachtsgeschäft gemacht werden, könnte ein Verkaufseinbruch in dieser Zeit Mattel ins Mark treffen und die schönen Bilanzen und Gewinne versauen.

Ja genau. Hoffentlich!

Literatur: Financial Times Deutschland: “Mattel ruft erneut Spielzeug aus China zurück” 6. September 2007, Seite 6.

Abgelegt unter: Gelernt, Gelesen, Unternehmen     7. September 2007 9:16

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