Google Adsense als Hilfe bei der Suche nach Informationen
Autopanne: das Auto geht an der Kreuzung immer aus und springt auch nicht gleich wieder an. ADAC rufen - Fehlercode auslesen: der Kurbelwellensensor ist defekt. (Dieser bestimmt die Position der Kurbelwelle und dessen Messwerte gehen in die Bestimmung des optimalen Zündzeitpunkt mit ein.)
Also in ab in die Fachwerkstatt und ein ungutes Gefühl, da man dieser Autowerkstatt ausgeliefert ist: ohne Reparatur kommt man nicht weiter und schon gar nicht bis in die heimische Werkstatt.
Was machen, damit man etwas Sicherheit gewinnt und der Autowerkstatt nicht blind vertrauen muss: im Internet nach Informationen suchen.
Dort erhält man die Information wie der Kurbelwellensensor aufgebaut ist, dass er schon mal defekt ist, und dass er aber auch nur verschmutzt sein kann.
Was hat man gewonnen?
Wissen, dass man in der Fachwerkstatt anwenden kann - darauf hinweisen, dass nicht gleich ausgetauscht wird, sondern dass der Kurbelwellensensor erstmal ausgemessen und gegebenenfalls gereinigt wird.
Und das Wissen, dass man diesen leicht selbst austauschen kann - Hebebühne in der Selbsthilfewerkstatt mieten eine Schraube lösen, neuen Kurbelwellensensor einsetzen, festschrauben und Anschlusskabel anstecken.
Was fehlt noch?
Ein Vergleichspreis und die Information ob und wo man den Kurbelwellensensor sonst noch kaufen kann.
Hier kommt Google Adsense ins Spiel.
Dort wird man vielleicht darauf hingestoßen, dass man einen Kurbelwellensensor auf bei Ebay kaufen kann, dieser im Autoersatzteil-Versand zu haben ist und was dieser in Originalqualität bzw. als Nachbau kostet.
Wenn man das weiß und dann noch bei der heimischen markengebundenen Fachwerkstatt anruft, die eigentlich in einer Gegend (Rhein-Main-Gebiet) liegt, wo das Preisniveau wesentlich höher ist, als im Ort der Autopanne, dann hat man Argumente für die Preisverhandlungen mit der Werkstatt, wo das defekte Auto steht.
Das Ergebnis?
Gegenüber dem ersten unverbindlichen Kostenvoranschlag, reduzieren sich die Reparaturkosten in der Gegend mit dem niedrigem Preisniveau doch noch auf die Reparaturkosten in der Gegend mit dem hohem Preisniveau.
Der ausgebaute Kurbelwellensensor wird mitgegeben und man kann sich sicher sein, dass dieser auch wirklich defekt war. (Worauf auch das plötzliche Aussetzen und die Probleme mit dem Anspringen hindeuten, da sich diese Probleme bei einer Verschmutzung eher einschleichen würden - man kennt sich jetzt etwas aus.)
Fazit?
Ich sehe als Besucher Google Adsense auf Webseiten die mir Wissen und Informationen bieten sehr gerne. Da ich dort etwas lerne, mir weiter geholfen wird, kann ich persönlich die Qualität der Anzeigen und der dahinterstehenden Angebote / Webseiten auf die in den Adsense-Anzeigen verwiesen wird auch ganz gut einschätzen und zwischen seriös und unseriös unterscheiden. Wie das bei den Anzeigen in der ADAC-Mitgliederzeitung “Motorwelt” und ähnlichen auch der Fall ist.
Als Blogger habe ich mit der Qualität von Google-Adsense-Anzeigen mehr Probleme. Und ich weiß auch noch nicht, wie ich mich dahingehend entscheiden werde, ob ich diese wieder einbinde.
Auf der einen Seite ist die Tatsache, dass man als Leser je nach Qualität der Informationen eigentlich ganz gut selbst einschätzen kann, auf welche Anzeige man klickt und ob diese als zusätzliche Information weiter helfen können (was wohl auch das Ziel und die Sichtweise von Google bezüglich Adsense ist).
Auf der anderen Seite steht die teilweise sehr schlechte Qualität der Anzeigen. Da passieren dann auch solche Dinge, dass ich bei einem Blogger, der sich eigentlich dagegen ausspricht jeden auf seinem Blog werben zu lassen, sondern ganz im Gegenteil bei seinen Werbekunden sehr kritisch auswählt und eher auf Werbeeinnahmen verzichtet, Anzeigen für Angebote über die er eigentlich eher kritisch berichtet und diese öffentlich anprangert.
(Einige dieser (Hausaufgaben-u.ä.)Abo- und Nebenjob-Abzocker treten bei diesem Blogger auch bei so vielen Artikeln auf, dass ich glaube die dafür werben haben aktiv die neue Google-Adsense-Funktion: “Auf dieser Seite werben” genutzt und vermeiden damit, selbst von Spam-Seiten abgezockt zu werden, in dem sie ihr Google-Adwords-Budget ganz gezielt auf seriösen Seiten einsetzen.)
Ich bin für mich noch zu keiner Lösung gekommen, ob nun die Vorteile von Google Adsense die Nachteile überwiegen, ob ich davon ausgehen kann, dass der Blog-Leser die Anzeigen immer richtig einzuschätzen weiß, oder ob man solche “schlechte” Anzeigen komplett vermeiden kann.
Vielleicht klärt sich das Problem auch von selbst und Google verbessert seine Technologie / führt eine neue ein - wie z.B. eine schnelle Möglichkeit für Leser “schlechte” Anzeigen zu markieren und dann elektronisch oder per Hand zu überprüfen.
Abgelegt unter: Erlebt, WebWork 26. April 2006 11:00
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2 Kommentare
werner mueller | 5. May 2006 08:36
Bei Google Adsense kann man gezielt einzelne Werbungen ausschalten. Ich schaue regelmässig nach, ob “unserioese” Anzeigen auf meinen Seiten auftauchen. Falls ja, trage ich diese Anzeigen als gesperrt ein. Dies ist zwar mühsam, kann aber die Qualität der Anzeigen verbessern. Auch kann man bei Adsense die Anzeigen so anzeigen lassen, dass nur schlüsselworte angeklickt werden. Dann erst erscheint eine Liste von Adsense Anzeigen zum Thema. Dies finde ich auch ganz informativ.
Es ist immer spannend zu sehen, welche Anzeigen Adsense auf Internet Seiten mit neuen Inhalten setzt.
André Fiebig | 5. May 2006 10:20
Zum Blockieren von einzelnen Anzeigen:
http://www.finanso.de/blog/ist-google-adsense-die-ideale-werbeform-fuer-blogs-oder-problematisch/
Wenn Sie gute Erfahrungen mit dem Blockieren gemacht haben, ist das schon mal interessant.
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