Google Analytics: Keine durchgängige Einzelnutzerbetrachtung mehr Besucher als Seitenaufrufe?
Google Analytics hat jetzt tatsächlich mit etwas Verspätung (cirka 48 statt 12 Stunden) die Arbeit aufgenommen.
Auf dem ersten Analyse-Bildschirm begrüßt mich eine Anzeige, die mir mitteilt, dass ich gestern mehr Besucher als Seitenaufrufe habe. Da ja jeder Besucher zwangsläufig auch eine Seite aufruft und es bei mir im Schnitt 2 Seiten pro Besucher sind - das sagt mir Google Analytics an anderer Stelle - ist das etwas seltsam. Aber Bugs räumt Google normalerweise nach kurzer Zeit aus.
Was mir sehr gut gefällt ist der Punkt “Anfangsanalyse” unter “Navigationsanalyse”. Dort sehe ich zum Beispiel, dass der Beitrag “Gmail jetzt für alle freigegeben” gestern 25 Besucher hatte. Davon sind 10 sofort wieder ausgestiegen, 10 sind weiter zu “Gmail - Googlemail jetzt mit 100 Einladungen (Invites)” gegangen (offenbar waren sie auf der Suche nach Googlemail-Invites), 3 sind zu “Gmail / Googlemail jetzt mit alternativer Absenderadresse nutzbar” übergegangen und zwei sind zum Ausgangsartikel zurückgekehrt, bzw. haben diesen wieder neu geladen.
Was mir fehlt ist eine durchgängige auf den einzelnen Besucher gezielte Analyse in der Art: Herkunft (Suchwort bei Suchmaschinen) - Anfangsseite - weitere besuchte Seiten - Ausstiegsseite.
Ansonsten gibt es wie ich schon erwähnte sehr viele Analyse-Punkte, die für Unternehmen oder Online-Shops sicherlich interessant sind, für mich aber absolut keine Relevanz haben:
Ergebnisse der Marketingkampagne
- Kampagnen-Conversion
- Quellen-Conversion
- Medium-Conversion
- Verweis-Conversion
- Rendite der Kampagne
- Rendite der Quelle
- Rendite des Mediums
Suchmaschinen-Marketing
- Analyse CPC-Programm
- Keyword-Conversion insgesamt
- CPC und indexbasierte Conversion
- Hinweise zu Keywords
- Aufschlüsselung nach Tagesabschnitten
Content-Optimierung
Test der Anzeigenversion
- A/B-Anzeigengesamttest
- Quellenspezifischer Test
- Keyword-spezifischer Test
Ziele und Trichterprozess
- Ziel-Tracking
- Ziel-Conversion
- Definierte Trichternavigation
- Ausstieg definierter Trichter
- Zielpfad umkehren
- Zielüberprüfung
Die Punkte, die teilweise so gut aufbereitet wo anders noch nicht zu finden waren sind für mich:
Content-Leistung
- Beliebteste Inhalte
- Aufschlüsselung Content
- Content nach Titeln
- Seitenabfragebegriffe
- Tiefe des Besuchs
- Länge des Besuchs
Navigationsanalyse
- Absprungrate bei Einstieg
- Bevorzugte Ausstiegspunkte
- Anfangsnavigation
- Navigation insgesamt
Die Parameter für Web-Design findet man eigentlich fast überall in Webstatistik-Programmen:
- Browser-Versionen
- Plattformversionen
- Browser- und Plattformkombinationen
- Bildschirmauflösungen
- Bildschirmfarben
- Sprachen
- Java aktiviert
- Flash-Version
- Verbindungsgeschwindigkeit
- Hostnamen
Einen interessanten Artikel zu Google Analytics gibt es bei pixelgraphix.de .
Manuela Hoffmann stellt fest:
“Aus diesen Zahlen heraus empfiehlt mir Google Analytics dann auch in den »Keyword Considerations«, mich auf die Begriffe »Ajax« und »CSS Vorlagen« zu konzentrieren.”
Uups. Na das wäre wohl eine arge Einschränkung.
Ein Punkt den ich auch ganz gerne mal gelegentlich anschaue fehlt Manuela wie mir ebenfalls:
“Analytics liefert keine Echtzeitstatistiken. Ich schaue schon gern mal nach, was jetzt gerade in diesem Augenblick auf meinen Seiten vorgeht und diese Möglichkeit bietet Analytics nicht.”
Ich werde Google Analytics die nächsten Tage weiter ausprobieren und dann mal schauen, ob es für mich einen Sinn macht, es weiter mitlaufen zu lassen.
Es ist zwar kostenlos, aber einen Punkt den man gerne vergißt ist, dass es durch das Laden von JavaScript beim Besucher des Blogs Traffic verursacht. So ein Tracking-Script ist im Vergleich zum reinen HTML schon mal halb so groß (wobei ich mein HTML ebenso wie CSS aus diesem Grund schon arg optimiert und verkleinert habe).
Dies spielt vor allem deshalb für mich eine Rolle, da wie mir Google Analytics bestätigte, cirka 50% meiner Besucher eine Einwahlverbindung und keine DSL nutzen.
Abgelegt unter: Intern, Nachgeschaut, WebWork 16. November 2005 12:06
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2 Kommentare
Gerald Steffens | 17. November 2005 18:33
das problem mit den schrägen zahlen hatte ich auch. ich denke, das wird schon.
> Was mir fehlt ist eine durchgängige auf den einzelnen Besucher gezielte Analyse in der Art: Herkunft (Suchwort bei Suchmaschinen) - Anfangsseite - weitere besuchte Seiten - Ausstiegsseite.
da ist “click tracks” wohl besser drin, aber mit entsprechenden filtern lässt sich bei analytics wahrscheinlich auch sehr viel rausholen.
zum traffic, das js-schnipsel macht 5354 bytes aus, wird gezippt versendet und ist ausgepackt 17K gross. und dann kommt noch das __utm.gif, das macht 35 bytes. da das js-script gecacht wird ist es also nicht der rede wert, bei weiteren besuchen fällt es kaum mehr ins gewicht.
André Fiebig | 17. November 2005 19:32
Ja aber Click Tracks ist mir echt zu teuer. Mascalero kommt vielleicht mal noch in Frage.
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