Napster startet in Deutschland mit Musik-Flatrate
Napster will am 8. Dezember in Deutschland (napster.de)- “rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft” - mit seiner Musik-Flatrate starten.
Musik-Flatrate bedeutet, dass die Nutzer im Monat wahrscheinlich 14,95 Euro (9,95 plus 5,- Euro für die Möglichkeit, die Musik auf einem MP3-Player abzuspielen - “Napster To Go“) bezahlen, und sich unbegrenzt aus dem Repertoire um oder über 1 Million 1,5 Millionen Songs bedienen können.
Bedienen bedeutet DRM-geschützt auf dem PC * und auf MP3-Playern anhören - aber nicht brennen und auch nicht anhören, wenn das Napster-Abo abgelaufen ist.
Ich nehme an, dass man den MP3-Player regelmäßig an den PC anschließen muss (kompatible MP3-Player), um das Abo zu überprüfen und die Musik weiterhin einen Tag, Monat oder Jahr abspielen zu dürfen. Nachtrag: Konkret muss der MP3-Player alle 30 Tage an den PC angeschlossen und Kontakt zu Napster aufgenommen werden, damit die Lizenz verlängert wird.
Also ganz einfach: Ich kann für einen monatlichen Beitrag so lange ich bezahle eine riesen Menge Musik anhören. Wenn ich das Abo beende und nicht mehr bezahle, habe ich nichts mehr (außer der Erinnerung an schöne Musik).
Die Frage ist, ob ich dafür 179,40 Euro im Jahr (vielleicht gibt es Rabatt für Jahresmitgliedschaft) plus einmalig über 200,- Euro für einen kompatiblen MP3-Player ausgeben will?
Das ist wie mit Mobilfunk-Flatrates: Beruhigen und schauen, ob ich es wirklich brauche - so viel Musik höre. Konkret - wie viele Alben kaufe ich im Jahr, und was kosten die mich im Laden oder z.B. bei iTunes?
Sicherlich ein interessantes Gefühl, 2 Jahre lang rund 360,- Euro in ein Napster-Abo einbezahlt zu haben und am Ende mit der Kündigung des Abos mit nichts - ohne Musik dazustehen. Na dann zahle ich lieber weiter …
Sicherlich ein interessantes Gefühl, 5 Jahre lang rund 900,- Euro in ein Napster-Abo einbezahlt zu haben und am Ende mit der Kündigung des Abos mit nichts - ohne Musik dazustehen. Na dann zahle ich lieber weiter …
Sicherlich ein interessantes Gefühl, 10 Jahre lang rund 1800,- Euro in ein Napster-Abo einbezahlt zu haben und am Ende mit der Kündigung des Abos mit nichts - ohne Musik dazustehen. Na dann zahle ich lieber weiter …
Zum Musik entdecken, und für Leute, die richtig viel anhören sicherlich eine super Sache. Vielleicht etwas arg Zeitaufwendig - “wenn ich bezahle muss ich es auch richtig nutzen” - und teuer oder stressig meine 40-Gigabyte-Lieblingsmusik auf einem großen MP3-Player zu packen, oder auf einem kleinem ständig neu zu kopieren.
Eine super Idee für Heavy-Tauschbörsen-Nutzer, um - ohne Angst vor gespeicherten IP-Adressen - den ganzen Tag Musik zu saugen.
P.S.: Es wird auch wie bei iTunes die Möglichkeit geben einzelne Songs für wahrscheinlich 99 Cent und komplette Alben für 9,99 Euro zu kaufen.
* Ich wollte mir die Napster-Software mit dem Mac runterladen: Nur Windows XP und 2000 werden unterstützt - kein Windows 95 / 98 / NT - Mac-OS und Linux sowieso nicht.
(Via Google-News - Siehe auch nicorola)
Nachtrag 9.12.005: Ich habe die Links vom amerikanischen Napster auf das deutsche Napster angepasst.
Abgelegt unter: Kassiert, Nachgerechnet, Verglichen 30. November 2005 3:13
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Gratis-Werbung für Musik wird mit kostenpflichtiger Abmahnung belohnt
12 Kommentare
Jonny | 30. November 2005 09:20
Ich glaube nicht das sich sowas durchsetzt, außer bei denen, die 40Gigabyte runterladen, und den DRM Schutz entfernen :-)
André Fiebig | 30. November 2005 10:21
Du sagst es.
(Ist doch aber garantiert so sicher, dass das DRM nicht runter geht, oder?)
problematik.net&hellip | 30. November 2005 11:03
der weihnachtsmann bringt napster mit
bevor sich santa claus auf den weg in die staaten macht, lässt er uns noch ein mitbringsel da: napster. Wie das Magazin eMarket berichtet, wird es eine Musik-Flatrate für 14,95 Euro im Monat geben, mit der die Abonnenten Zugriff auf mehr als…
problematik.net&hellip | 9. December 2005 10:37
rent a hit - ab jetzt in deutsch und in farbe
1,5 Millionen Hits für 10 Euro [heise]
Entgegen den Tarifen andere Anbieter, wie z.B. Beispiel T-Onlines Musicload, wird Napster unter anderem eine Musik-Flatrate anbieten [winfuture]
Napster bietet die Titel aber auch einzeln für je 99 Ce…
marcel | 9. December 2005 12:22
Das Abomodell ist die Zukunft. Aber natürlich nur ohne DRM.
Wahrscheinlich muss Napster erst ein richtiger Flop werden, bevor das in der Musikbranche ankommt.
Mein Tipp: min. 2 Jahre wird es noch dauern.
André Fiebig | 9. December 2005 13:19
Aber Abo ohne DRM, ist das nicht nur “bezahl einen Monat und lad dir so viel du kannst”? (Und dann halt wenn genügend neue Musik hausen ist noch mal.
Napster erorbert Deutschl&hellip | 9. December 2005 13:20
[...] Update: Weitere Infos dazu bei Finanso. asides dislikes musik software
marcel | 9. December 2005 16:00
@andre: Ja, hab ich mir auch schon überlegt. Das ist dann natürlich das größte Problem dabei.
Aber genauso könnte man argumentieren, dass es nie Onlinemusicstores ohne DRM geben könne, da ja dann nur Einer (respektive einige Wenige) runterlädt und die Files dann in die P2P-Börsen einspeist. Quasi der Verkauf nur läuft, bis die ersten Käufer ihre Files ins sharefolder packen.
Meines Wissens aber hälts sich Warps http://www.bleep.com z.B. sehr gut. Obwohl hier DRMfreie Files (auch schön:die ersten FLACs hier zu kaufen) verkauft werden. Und da wird mit hauptsächlich Electronica bestimmt die höchste Schnittmenge mit (technikaffinen) P2P-Nutzern bedient, die man sich vorstellen kann.
Lösungsvorschläge meinerseits für ein DRMfreies Abomodell: -Mindestvertragslaufzeit, vielleicht 3 Monate? (zur Abschwächung des Trittbrettfahrerproblems)
-Plattform für Community fördern. Wie schon bei Napster hier clever angedacht, mit Tauschen von Playlisten, oder auch Editors-joice-Playlisten, dem Ermöglichen von Öffentlichmachen von Listen von Musik die man runtergeladen hat, Verlinken von Usern, deren Geschmack man mag usw. (web2.0 ick hör dir trapsen? da ginge doch was)
-permanent für Neuzugänge sorgen (Stösst natürlich an Grenzen irgendwann), neben neuen Veröffentlichungen zB DJ-Mixe, Konzert-Bootlegs
-persönliche Musikersites innerhalb des Portals bieten, auf denen man neben dem Runterladen die Musik auch kommentieren kann und evtl den/die Musiker auch persönlich erreichen kann-CRM!;)
-akzeptieren, dass es immer Trittbrettfahrer geben wird
Allein im Anbieten von Vernetzungsmöglichkeiten von Musikstücken (’klingt ähnlich’ z.B.) seh ich große Potentiale, die in Verbindung mit der Möglichkeit, die Musik legal runterzuladen ein erfolgreiches Geschäftsmodell versprechen könnten.
Und last not least liese sich noch damit argumentieren, dass die nächste Generation von Musikhörern durch die permanente Verfügbarkeit jeglicher Musik gegen einen kleinen monatlichen Obulus, gar nicht mehr den Sinn darin sieht, Musik lokal zu speichern. Besonders dann, wenn Internet (und damit der Zugriff auf die Musik) _wirklich_ mal überall sein wird. in Verbindung mit der entsprechenden Bandbreite wird die Musik dann halt einfach nur noch vom Server aus gestreamt-wäre denkbar.
Und das hier hab ich jetzt mal eben aus der Hüfte raus geschossen. Da kann man sicher noch sehr viel mehr machen. Allein, wollen muss man es.
Ihr Zeuge.
André Fiebig | 9. December 2005 21:58
Marcel das klingt interessant. Gerade der Aspekt, dass die Musik nicht mehr lokal gespeichert, sondern bei überall verfügbaren und schnellen Internetzugängen, und vielleicht nur die gerade gewünschte Auswahl von ein oder zwei Dutzend Titeln zwischengespeichert wird.
MC Winkel | 26. December 2005 22:34
Wo wir heute mal beim off-topic sind:
Weiter mit Werbung,
ab sofort:
http://www.mc4wettendass.de/
Reinschauen!
MC Winkel übernimmt “Wetten, dass..?”
Du möchtest verlinkt werden?
http://www.mc4wettendass.de/links/link-me/
Finanso.de » Hartz-&hellip | 21. April 2006 10:04
[...] Zwei Beispiele aus dem Bereich Ohne-nachzudenken-Pressemitteilungs-Nachdrucken: Jamba-Sim und Napster. [...]
Jeffery zech | 5. November 2007 21:19
Sehr geehrte damen und herren hier möchte ich kündigen Ich hab mich vertannen ich dachte das wahre ne musik flat das mann ein betrag in monat zahlen muste
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