Rabattverträge: Pharma-Referenten werden arbeitslos

Pharma-Referent der Arbeitsmarkt! Jobangebote noch und nöcher! Und sogar ausbilden tun dich die Pharmakonzerne!

Das war mal vor ein paar Jahren.

Jetzt sieht es anders aus – FNP: “Opfer dieser Entwicklung ist auch bei den Bad Vilbelern der deutsche Generika-Vertrieb bei den Ärzten. Pharma-Referenten, die normalerweise die Medikamente bei den Ärzten platzieren, werden durch die Rabatt-Verträge überflüssig. “Ich kann nicht einen großen Stamm von Vertriebsmitarbeitern aufrechterhalten, die keinen Einfluss mehr haben auf die Verordnungen der Ärzte”, erkläre Retzlaff. Zum Juli hat Stada bereits 50 der 250 betroffenen Vertreter-Stellen gestrichen. Ein weiterer Jobabbau scheint nach Retzlaffs Darstellung unvermeidlich.”

Die Ursache dafür ist, dass die Krankenkassen mit den Pharmakonzernen direkte Liefer- und Rabattverträge aushandeln. Die Medikamentenlieferungen werden öffentlich ausgeschrieben, wer dort mit einem Medikament keinen Zuschlag erhält, kann dieses spezielle Medikament an die Versicherten der jeweiligen Krankenkasse auch nicht verkaufen.

Die AOK, die Krankenkasse mit dem – durch ihre große Mitgliederzahl – größten Einfluss auf den deutschen Generika-Markt, wirbelt da besonders viel durcheinander.

Die erste bundesweite Medikamenten-Ausschreibung der AOK hatten die größten deutschen Generika-Hersteller Ratiopharm, Hexal und Stada noch boykottiert. Dadurch erhielten elf Firmen den Zuschlag, die zuvor am deutschen Generika-Markt nur einen sehr geringen Marktanteil hatten, wie Teva, Actavis und Biomo. Diese elf Generika-Hersteller konnten Ihren Marktanteil dadurch von 2,9 auf 12,6 Prozent steigern.

Die Apotheken sind verpflichtet die rabattierten Arzneimittel vorrangig an die Patienten abzugeben. Diese müssen auf rabattierte Medikamente keine Zuzahlung leisten.

Literatur: Frankfurter Neue Presse (FNP): “Stada springt auf AOK-Zug auf” Panagiotis Koutoumanos, 15. August 2007, Seite7.

Abgelegt unter: Gelesen, Unternehmen     15. August 2007 16:39

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