Staatsquote und Wirtschaftsleistung der öffentlichen Kassen
taz: “… die im europäischen Vergleich extrem niedrige Staatsquote, die Deutschland mittlerweile erreicht hat. Weil ein immer geringerer Anteil der Wirtschaftsleistung durch öffentliche Kassen fließt, hinkt Deutschland auch bei den Ausgaben für Bildung und Infrastruktur hinterher.”
Die Staatsquote beschreibt den Anteil am Brutto-Inlandsprodukt, der durch öffentliche, staatliche Ausgaben verursacht wird. Und diese Staatsquote besteht naturgemäß aus sehr zahlreichen einzelnen Bestandteilen.
Unter anderem gehören auch die Ausgaben für Bildung und Infrastruktur zur Staatsquote, den öffentlichen Ausgaben.
Nur was erzählt uns Malte Kreutzfeldt in der taz da für einen Blödsinn? Es sinken doch nicht zwei Bestandteile der Staatsquote, weil sie insgesamt sinkt.
Ich habe ja auch nicht immer weniger 1-Cent- und 2-Cent-Stücke in der Hosentasche, nur weil ich insgesamt weniger Geld habe. Es kann sein, es kann aber auch sein, dass ich mehr 1-Cent- und 2-Cent-Stücke habe als vorher.
Ja ganz im Gegenteil: Auch bei insgesamt - in der Summe - sinkender Staatsquote ist eine Steigerung der Ausgaben für Bildung und Infrastruktur möglich.
Auf was ich hinaus will: Unabhängig von den realen Gegebenheiten ist die Begründung, die Ausgaben für Bildung und Infrastruktur sinken, weil die Staatsquote sinkt, völliger Schwachsinn und Volksverdummung.
Wird die taz jetzt das Kampfblatt für Volksverdummung ?
(Der unbewiesene / unbegründete Absatz danach: “Ohne die Steuersenkungen für Spitzenverdiener und Unternehmen könnte Deutschland mehr in die Zukunft investieren - bei ebenfalls ausgeglichenem Haushalt.” Ich gehe jetzt nicht näher darauf ein, aber eine Behauptung ohne jegliche Begründung / Beweis, ist für mich nichts weiter als Populismus.)
Und ich habe die taz wirklich mal so gerne gelesen - noch gar nicht lange her.
Literatur: die tageszeitung: “Wer den Staat reich macht” Malte Kreutzfeldt, 24. August 2007, Seite 1.
Abgelegt unter: Gelesen, Nachgedacht 25. August 2007 1:27
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