Unerwünschte Telefonwerbung der Firma Maximilian Pallhuber GmbH & Co, Weingut und Weinkellerei?

Die Verbraucherzentrale Hamburg über Kaltaquise (Cold Calls) bei der Firma Maximilian Pallhuber GmbH & Co, Weingut und Weinkellerei:

“Klage wegen unerwünschter Werbeanrufe erfolgreich

Ärgern Sie sich auch über Werbeanrufe von Firmen, mit denen Sie noch nie etwas zu tun hatten? Solche “cold calls” sind verboten! Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sagt ausdrücklich, dass unerbetene Werbe-Telefonate wettbewerbswidrig sind. Die Privatsphäre soll geschützt bleiben.

Darum hat sich “Heinrich Maximilian Pallhuber GmbH & Co., Weingut und Weinkellerei” (Langenlonsheim) offenbar nicht geschert.

Mit Urteil vom 2. Februar 2006 verurteilte das Landgericht Bad Kreuznach die Firma Pallhuber, Telefonwerbung („cold calls“) zu unterlassen.”

Die Verbraucherzentrale Hamburg bittet um weitere Berichte, wenn Sie unerwünschte Telefonwerbung von der Maximilian Pallhuber GmbH erhalten haben:

Verbraucher-Zentrale
Kirchenallee 22
20099 Hamburg Tel. (040) 24832-0
Fax (040) 24832-290
E-Mail: info@vzhh.de

Ich selbst kaufe ja keinen - wie es mir vorkommt überteuerten Wein - an Haustür und Telefon.

Die taz schreibt 2004 auch warum:

“Der Auszug des Weins auf der Grünen Woche begann vor etwa 15 Jahren, als immer mehr große Weinversender ihre Präsenz ausbauten und damit den Charakter der Messe veränderten. Es sind heute Weinkonzerne wie Maximilian Pallhuber oder die Pieroth-Gruppe, die mit ihren zahlreichen Tochterfirmen das Feld bestimmen.

Das beackern psychologisch geschulte Verkaufsprofis. Ist man einmal in deren Kundenkartei, erhält man schon im Vorfeld der Messe Einladungen, denen oft Mitteilungen beiliegen, man habe irgendetwas gewonnen, etwa billige Weinpräsente, -untersetzer und Korkenzieher. Der Firlefanz soll an die Stände locken. Und wer dort sein “Geschenk” abholen will, soll natürlich Wein probieren.

Verkostet wird selten aus Weingläsern, Plastikbecher, die an große Fingerhüte erinnern, sind die traurige Regel. Die aggressiven Verkaufstechniken der Profis, die auch mit Provisionsbeteiligung honoriert werden, zielen stets auf eine umfangreiche Weinbestellung ab.

Die Weine selbst sind meist austauschbare Industrieweine, die relativ teuer verkauft werden. Vereinzelt trifft man in diesem Umfeld noch auf seriöse und kleine Weingüter, aber sie sind in der Minderzahl, Tendenz sinkend. Denn die Weinversender ziehen ein Publikum an, das nicht vornehmlich an Weinqualität interessiert ist, sondern nach Schnäppchen und vermeintlichen Gewinnen jagt.”

Abgelegt unter: Intern     19. April 2006 11:46

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6 Kommentare

  • björn  |  24. April 2006 14:15

    böse. interessanterweise machen die auch direktmarketing, beispielsweise in bremen am HBF. sonderlich erfolgreich scheint das allerdings nicht zu sein, der stand ist zumeist mit nur mit den dazugehörigen vertrieblern besetzt. ab und zu verirrt sich ein obdachloser auf der suche nach stoff ;)

  • André Fiebig  |  24. April 2006 16:46

    Ich habe den Eindruck, dass Direktmarketing wohl einer der Hauptschwerpunkte im Direkt-Wein-Vertrieb ist.

    Das mit dem erfolgreich sieht vielleicht so aus, ich denke aber, dass sich das schon rendiert. Ich weiß ja nicht, was da für eine Qualität zu welchen Preisen eingekauft wird und zu welchen Preisen und Mengen der Wein letztendlich verkauft wird. (Ja ich lasse keinen Weinvertreter zur Tür rein und gehe auch an keine Kostenlos-Verkosten-Weinverkaufsstände.)

    Sicherlich ist in Punkto rendieren noch interessant, wie viele der Käufer wieder kaufen - sich zum regelmäßigem Weinkauf annimieren lassen.

  • werner mueller  |  5. May 2006 08:38

    Die beste Methode, diese lästigen Anrufe zu vermeiden, ist es, die eigene Telefonnummer aus dem Telefonbuch streichen zu lassen.

  • André Fiebig  |  5. May 2006 10:17

    Das stimmt, oder gar nicht erst eintragen zu lassen.

    Wobei die Deutsche Telekom vor über fünf Jahren noch erhebliche Probleme mit nicht eingetragenen Telefonnummern - Geheimnummern ? - hatte.

    Bei uns in der Familie und Bekanntschaft trat öfters der Fall ein, dass wenn ein neues Telefonbuch erschienen war, plötzlich die eigentlich gesperrte Rufnummer mit abgedruckt wurde.

    Anruf bei der Telekom: Ja die Telefonnummer wird für die Telefonauskunft gesperrt - war ein Versehen - aber im Buch ist sie jetzt einmal drin. Pech gehabt.

    Es war wohl bei der Deutschen Telekom so, dass bei der Datenübertragung an den Telefonbuchverlag solche Merkmale wie Nichteintragung immer mal verloren gegangen sind.

    (Wie das genau gehen soll, kann ich mir zwar nicht vorstellen, normalerweise sollte ja nur die Telefonnummern per Datenbankabfrage für die Übertragung ausgewählt werden, die dem Telefonbucheintrag auch zugestimmt / nicht wiedersprochen haben.)

  • Anonymous  |  13. July 2007 19:00

    fiese Telekom

  • Marlen  |  29. October 2007 19:04

    Pallhuber ist für mich jetzt auch ein Begriff!!Nein danke.Penedrante Anrufe,es nervt.Heute habe ich eine unsympatische Verkäuferin dieser Firma vor die Tür gesetzt.Nachdem sie mir keinen Wein andrehen konnte,ich ihr auch plausibel erklärt hatte,warum,kam sie zum Saft.Ich weiß jetzt,daß ich ungesund lebe,da ich den guten Saft nicht trnke..bla,bla,bla.Keine fünf
    Minuten,da wurde sie verabschiedet….

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