Vodafone-CallYa: Für wen lohnt sich eine Sozusagen-Prepaid-Mobilfunkt-Flatrate?
Wie Teltarif berichtet, plant der Mobilfunkt-Service-Provider Mobilcom eine Sozusagen-Prepaid-Mobilfunk-Flatrate auf Basis von Vodafone-CallYa. Es wird vermutet, dass natürlich auch Vodafone solche ein Angebot bringen wird.
Das heißt für 1,50 Euro Grundgebühr im Monat soll bei Gesprächen im Vodafone-Mobilfunktnetz und ins Festnetz die erste Minute 39 Cent kosten und die danach folgenden Minuten bis zum Ende des Gesprächs kostenlos sein.
Im Vergleich mit Prepaid-Karten wie Simyo die eine Minute für 19 Cent anbieten lohnt sich das frühestens ab der dritten Minute. Zu beachten ist dabei noch die Grundgebühr von 1,50 Euro, die etwas über 7 Minuten im Simyo-Tarif entspricht.
Wenn ich jetzt so an den Durchschnitts-Handynutzer denke, der zu Hause einen Festnetzanschluss hat und unterwegs mal schnell etwas verabreden möchte oder ein Zuspätkommen ankündigt, lohnt sich solch ein Tarif nicht.
So ein Handy-Nutzer bin ich selbst auch. Ich telefoniere nur gelegentlich über 2 Minuten mobil und vor allem insgesamt den ganzen Monat nicht mehr als 10 bis 15 Minuten.
Eine Flatrate, bzw. eine Sozusagen-Flatrate übt trotzdem einen gewissen Sammel- und Jagdreiz aus. Endlich könnte ich doch viel mehr und viel länger telefonieren. So ist es ja auch mit der Mobilfunk-Flatrate von E-plus-Base (für 25 Euro im Monat alle Telefonate ins E-plus-Mobilfunknetz und Festnetz inklusive).
Die wenigsten Menschen brauchen solche Flatrate-Angebote aber wirklich. Es gibt eine Ziel- und Nutzergruppe, für die solche Angebote geeignet sind und entworfen wurden. Nur irgendwie möchte man das auch nutzen, oder?
Beruhigen und Nachdenken: Handyrechnung anschauen, bzw. überlegen wie oft man seine Prepaid-Karte auflädt und Zeiten bedenken wo man die Flaterats nicht nutzen kann - wie im Auslandsurlaub.
Ja aber dann kann ich doch endlich mehr telefonieren… Ob man dann wirklich unterwegs mehr telefonieren möchte?
Es gab auch bis jetzt hier und da für eingeweihte die Möglichkeit mobil sehr günstig zu telefonieren. So konnte man als ein Beispiel schon ca. 1999 vom Handy ins Festnetz für umgerechnet knapp unter 9 Cent telefonieren. Der Reiz verflog sehr schnell.
Fazit:
Sammel- und Jagdtrieb beruhigen und die aktuellen Telefonkosten im Auge behalten. Wenn es wirklich auf Dauer sinnvoll ist, dann in einen Flatrate- bzw. Sozusagen-Flatrate-Tarif wechseln.
Für wen die Vodafone-Mobilcom-CallYa-Flatrate wahrscheinlich wirklich Sinn macht sind Jugendliche, die eher unterwegs sind als zu Hause vorm Festnetzanschluss zu sitzen.
Da hat diese Sozusagen-Mobilfunk-Flatrate auch einen entscheidenden Vorteil: Bei Wenig-Nutzung fallen keine hohen monatlichen Grundkosten, wie z. B. bei E-plus-Base an.
Abgelegt unter: Haushalten, Tarifliches 30. August 2005 11:53
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1 Kommentar
Torben | 1. June 2006 12:22
Bei simyo kostet die Minute in zwischen nur noch 16 Cent, nicht wie angegeben 19 Cent. Damit lohnt sich die Flatrate für Wenigtelefonierer noch weniger.
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