Was Google alles kann: Nofollow, Blogpulse-Profile – erkennen von Blogs

Es ist ja umstritten ob das Tag Nofollow welches Google ersonnen hat, um Kommentarspam und Trackbackspam zu vermeiden wirklich erfolgreich sein kann und ob es andere Hintergründe hat. Als ein möglicher Hintergrund wird oftmals genannt, dass Google somit Blogs erkennen kann und das bessere Ranking von Blogs – durch die intensivere Verlinkung – in den Sucherergebnissen zurückdrängen will.

Ich glaube nicht, dass es so ist. Google bewertet nach meiner Meinung Links aus Kommentaren und Trackbacks in Blogs nicht wie Links aus den Blogbeiträgen. Und dazu braucht Google kein Nofollow-Tag.

Wenn ich in den Quellcode einer Seite meines Blogs schaue, erkenne ich sehr schön was ein Blog ist. Nicht zuletzt durch die Trackback- und Pingback-Funktion. Wo der Kommentarbereich liegt ist auch deutlich ausgezeichnet. Das ist auch bei der überwiegenden Mehrzahl der Blogs so.

Meistens werden die großen Standardanwendungen benutzt und wer käme schon auf die Idee das extra umzuschreiben? Außer Suchmaschinen-Spammer natürlich, aber ob das wirklich erfolgreich wäre ist so eine Frage. Denn es gibt sicherlich noch andere Wege und Merkmale Blogs und Kommentarbereiche in Blogs zu erkennen.

Bei Blogpulse im neuen Profile-Tool kann man sehr schön erkennen, wie Blogs und vor allem die Links aus diesen danach analysiert und unterschieden werden, ob sie aus Kommentarbereichen oder aus Artikeln in Form von Zitaten kommen.

Hier das Beispiel für Finanso: http://blogpulse.com/profile?type=citations&url=http://www.finanso.de

Und ich glaube nicht, dass Google so etwas nicht kann und nicht anwendet. Da bleibt natürlich die Frage, warum dann überhaupt Nofollow? Links aus Kommentaren und Trackbacks wird sicherlich trotzdem eine gewisse Bedeutung zugerechnet, denn der Blogautor akzeptiert diese und lässt sie als Ergänzung, Korrektur, Anmerkung … stehen. Diese Bedeutung wird nur bei weitem nicht so groß sein, wie ein Link aus einem Blogbeitrag.

Nofollow hat nach meiner Meinung die angegebene Funktion, Kommentarspam und Trackbackspam zu vermindern. Ob es erfolgreich ist, kann ich an meinem Blog nicht beurteilen. Hier gibt es bis heute erst zwei Hände voll Beiträge und ich habe mit Nofollow, als auch ohne Nofollow (mittels dem WordPress-Plugin Dofollow – Beitrag NoNofollow-Test) noch keinen Spam im Kommentarbereich erhalten.

Ob man in seinen Blogs Nofollow für die Kommentare und Trackbacks einsetzen möchte, sollte meiner Meinung nach dem Autor selbst überlassen bleiben. Es besteht das Risiko, dass die Bedeutung von Blogs in den Suchergebnissen von Google abnimmt, allerdings glaube ich nur leicht, da Google so oder so die Möglichkeit hat Kommentare, Trackbacks und Artikel in Blogs sehr gut auseinander zuhalten.

Blogpulse-Tool via Problogger

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