Was verdienen (unselbstständige) Blogger in den USA

Blog Herald hat einen interessanten Artikel über die Verdienstmöglichkeiten unselbstständiger Blogger in den USA.

Weblogs Inc. sucht für einen neuen Food-Blog-Mitschreiber. Es werden pro Monat 125 Artikel erwartet bei einer Bezahlung von 500,- US-Dollar. Das entspricht einem Verdienst von 4,- US-Dollar pro Artikel.

In den Kommentaren wird noch erwähnt, dass Gawker Media 2000,- US-Dollar pro Monat für 12 Artikel am Tag bezahlt. Das entspricht cirka 5,50 US-Dollar pro Artikel.

Von 2000,- US-Dollar lässt sich sicherlich schon recht gut leben. 12 Artikel am Tag sind natürlich auch eine ganze Menge. Zusätzlich fallen noch Arbeiten durch Kommentare u.s.w. an.

Die Arbeit die mit der Artikelanzahl zusammenhängt richtet sich letztendlich natürlich nach dem Umfang und der Qualität der Artikel. Wenn ich nur Zitate aus Online-Zeitungen, Blogs und anderen Quellen wiedergebe, ist das in zwei Stunden reiner Arbeitszeit sicherlich geschafft (natürlich über den Tag verteilt).

Die Hauptfrage ist aber wohl, ob es besser ist unabhängig zu bloggen, oder sich einem Blog-Netzwerk anzuschließen.

Unabhängigkeit bedeutet natürlich Freiheit in der Themenauswahl und genereller Ausrichtung des Blogs (ich kann ja wählen was ich will und muss nicht das machen, wo ich gerade eine Stelle kriege - die es nicht wie Sand am Meer gibt).

Der Anschluss an ein Blog-Netzwerk bedeutet auf der anderen Seite Einnahmen und damit Geld ab dem ersten Artikel. Die Netzwerke sind schon etabliert, sowohl bei Google, als auch bei der Leserschaft.

Für Deutschland wird sich diese Frage wohl noch für lange Zeit nicht stellen.

Nachtrag (23:37): Es geht natürlich nicht nur um Blogger in den USA, sondern im englischsprachigen Raum.

Abgelegt unter: Unternehmen, WebWork, Webschau     26. August 2005 23:27

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Blogger: Fester Preis pro Artikel oder prozentuale Werbeeinnahmen.

Blog-Reporter bei Creative Weblogging - Bezahlung per PageViews

Brauchen Sie einen Blog-Manager?

Was Google alles kann: Nofollow, Blogpulse-Profile - erkennen von Blogs

2 Kommentare

  • OliverG  |  26. August 2005 23:48

    Es gibt auch noch andere Modelle, als die oben beschriebenen. Bei gesponsorten Blogs bzw. Blogs im auftrag von Firen kommt an (natürlich für etwas umfangreichere artikel) schon auf Eurobeträge, dei hinter dem, was größere Tageszeitungen zahlen, nicht hintanstehen. (Ohne dass man dafür vom Sessel aufstehen oder n Telefon in die Hand nehmen müsste.)

    Oder man bloggt für ‘Boni’: Anteile an Werbeeinnahmen und einer Besucher-Erfolgsquote. Da ist zwar das Risiko höher aber auch der mögliche Profit.

  • André Fiebig  |  27. August 2005 00:21

    Was meinen Sie konkret mit der Bezahlung nach der Besuchererfolgsquote?

    Letztendlich hängt die Anzahl der Besucher der Artikel mit einer je nach Themengebiet unterschiedlichen Höhe der Werbeeinnahmen zusammen. In diesem Fall ist die Bezahlung zu den obigen nicht so verschieden.

    Das kann ich mir auch für gesponserte Artikel so vorstellen, bloß dass dort eben der Betrag der für die “Werbung” bezahlt wird höher ist als bei der klassischen Anzeige - unabhängig davon ob pro Visit, pro Klick oder pro Lead bezahlt wird.

    Vielleicht können Sie ein paar Beispiele und In-etwa-Zahlen nennen?

Kommentare geschlossen.

Aktuelle Artikel

Kategorien

Blogroll

Archiv