Wordpress.org - Wordpress.com: Die intransparente PR-Geld-Maschine des Matt Mullenweg

Wordpress ist eine super Blogging-Software. Matt Mullenweg macht einen super Job. Er soll natürlich auch etwas davon haben - Geld zum Leben braucht jeder Mensch.

Nur warum macht er so intransparente und unschöne Sachen?

Es fing an, dass Matt Mullenweg bei Wordpress.org Links zu 168.000 Affiliate-Seiten auf der Startseite unterbrachte, um den hohen Google-Pagerank an diese zu vererben und diese mittels CSS vor den Nutzern von Wordpress versteckte.

Jetzt hat er Wordpress.com einen Wordpress-Blogshosting-Service online gestellt. Dieser wird wohl zum Teil auch kommerziell werden.

Wie schafft er am besten eine große Nachfrage, ein unbedingtes Bedürfnis nach Wordpress.com? Er verknappt das Angebot künstlich. Er verteilt anfangs einige wenige Einladungen / Invites und lässt jeden Nutzer nur einen weiteren einladen.

Aus irgendwelchen Quellen ist mindestens eine Einladung zu Wordpress.com bei Ebay aufgetaucht und wird dort versteigert. Diese Auktion promotet er und zeigt damit, dass die Invites einen Wert haben und viele andere unbedingt Wordpress.com nutzen wollen.

Jetzt hat er auf seinem Blog einen Wettbewerb ausgerufen, wo der heißgemachte Bewerber seine Ideen präsentieren kann, was er denn mit dem Blog auf Wordpress.com machen will. Nach zwölf Stunden wird der aus seiner Sicht beste Vorschlag ausgewählt.

Klasse Promotion - die durch die Knappheit angeheizten Möchtegern-Nutzer heizen sich gegenseitig noch weiter an.

Und wer es noch nicht kapiert hat, dass man ein Blog auf wordpress.com unbedingt haben muss, wird es vielleicht jetzt begreifen und ein unbedingtes Verlangen danach entwickeln.

Matt es geht auch anders - ohne mit den Fans zu spielen und ohne fahlen Beigeschmack.

Was auch ganz fahl schmeckt:

Ist bei Matt Mullenweg keine Kritik und Diskussion erlaubt? Oder warum werden dann einfach die Kommentare gelöscht (außer dem schlechten Englisch (Google wars))?

Große Version des Bildes.

Kommentar bei Matt Mullenweg

Abgelegt unter: WebWork, Webschau     25. August 2005 11:09

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5 Kommentare

  • Dirk Olbertz  |  26. August 2005 07:39

    Eine kurze Bemerkung aus technischer Sicht: da macht es nämlich durchaus Sinn, beim Starten eines solchen Services keinen freien Zugang für alle zu gewähren. Denn wahrscheinlich muss ersteinmal ausgelotet werden, wieviel Hardware benötigt wird um eine bestimmte Anzahl User problemlos bedienen zu können. Ob man das dann mittels Closed-Beta, maximal x Registrierungen oder aber Einladungen macht, ist erstmal egal. Das finde ich also grundsätzlich nicht verkehrt.

  • André Fiebig  |  26. August 2005 10:00

    Das mit dem technischen Testen ist schon richtig. Nur glaube ich, dass dies nicht das Hauptanliegen von Matt ist.

    Da hätte er z. B. die Invites an die Email-Adressen von der Warteliste auf wordpress.com nehmen können. Hätte auch den Vorteil eines überschaubaren Nutzerkreises gehabt. Andere Blog-Hoster haben wohl nicht so mit ihren “Fans” gespielt.

    Es fing ja damit an, dass er ständig wordpress.com gestreut hat und seine Mitstreiter auf ihren Blogs dann immer mal wieder fragten, was denn wordpress.com wohl sei.

    Dann Knappheit über Invites, aber trotzdem die Chance eine Einladung zu erhalten, Promotion der Invite-Ebay-Auktion und Wettbewerb zum weiteren anheizen.

    Und das ist bestimmt noch nicht das Ende.

    Mal schauen, was sich Matt Mullenweg noch so alles einfallen lässt.

    Und das beste: Er müsste solche Spiele mit seinen Fans gar nicht machen - Wordpress ist ein super Produkt und wordpress.com würde auch so super laufen. Aber ich glaube, dass er immer denkt eine etwas übertriebene Strategie fahren zu müssen, um mit Wordpress auch finanziell erfolgreich zu sein.

  • Matthias  |  26. August 2005 13:59

    “nur glaube ich” fasst es zusammen: Hier wird frei flottierend spekuliert und gerüchtegeküchelt, ohne dass wirklich viel Substanz dran wäre. Das ist mindestens so übertrieben wie Matts Strategie, die andererseits auch nicht anders daherkommt als alle anderen amerikanischen Blog-Marketingmaschen (Trott, Calancanis, etc.).

  • Felix Deutsch  |  28. August 2005 09:58

    Da hätte er z. B. die Invites an die Email-Adressen von der Warteliste auf wordpress.com nehmen können. Hätte auch den Vorteil eines überschaubaren Nutzerkreises gehabt. Andere Blog-Hoster haben wohl nicht so mit ihren “Fans” gespielt.

    Das ist doch alberne Kritik.

    Wenn du einen neuen service mit kommerziellem Outlook starten willst , also die ersten gehosteten blogs einen gewissen Standard (auch vom traffic her) erfüllen sollten, und dennoch die Anzahl der Nutzer wg. beta kleinhalten musst, dann nimmst du nicht die ersten 100 Nappel auf irgendeiner Warteliste.

    Die Googlespamming Sache hat übelst gestunken, aber das hier hat ja nun wirklich nicht auch nur den Hauch von schlechten Gerüchen.

  • André Fiebig  |  28. August 2005 19:58

    Bei Wordpress haben viele unendgeldlich und freiwillig mitgearbeitet, sowohl direkt am Wordpress-CMS, als auch über die vielen und sehr guten Plugins.

    Hätte Matt Mullenweg alleine - mit seiner Arbeitskraft und seinen finanziellen Resourcen - dieses Projekt gestartet, wäre bestimmt nicht eine solche super Software, die so viel genutzt wird herausgekommen.

    Deshalb bin ich der Meinung, dass ein anderes Vorgehen, als bei rein kommerziellen Projekten angesagt ist. (Er soll ja Geld verdienen - siehe Artikel oben - nur wenn er die “Open-Source-Gemeinde” nutzt, sollte es auch transparent zugehen.)

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